Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 24. September 2011

 

Ort: Leonberg, Hotel Kirchner

Zeit: 24. September 2011, 10.00-14.15 Uhr

 

Anwesenheit: Vertreten sind die Mitgliedsvereine aus:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und USA.

Entschuldigt haben sich: Italien, Canada und Neuseeland.

 

Der Vorstand der I.L.U. war vollzählig anwesend.

Versammlungsleiter: Willi Güllix, Präsident der I.L.U.

Protokollführer: Hein Sibrijns, Sekretär der I.L.U.

 

Tagesordnung:

1.      Begrüßung /Feststellung der Beschlussfähigkeit/ Genehmigung der Tagesordnung

2.      Berichte

a.    des Präsidenten

b.   des Schatzmeisters

c.    des Sekretärs

d.   der Kassenprüfer

3.      Diskussion der Berichte und Entlastung des Vorstandes

4.      Haushalt 2012, Mitgliedsbeiträge 2012

5.      Neues aus den Mitgliedsländern (Berichte aus den Mitgliedsländern)

6.      Vollmitgliedschaft „Irland“ Abstimmung/Aufnahme

7.      Zuchtprobleme in der Union

8.      Polyneuropathietest mit Auswirkung auf die Zucht und den internationalen Zuchtaustausch.

9.      Richtige Beziehung zwischen Club/Richter (Kurzbericht Italien)

10.  Bericht und Diskussion zum Thema „Internationale Fruchtbarkeitsstudie“

11.  Verschiedenes

12.  Schlusswort

 

01.   Begrüßung: Der Präsident eröffnet die Sitzung um 10.10 Uhr. Er begrüßt die Anwesenden und

        freut sich über die grosse Beteiligung.

Es wurde festgestellt, dass die Generalversammlung Frist- und Formgerecht einberufen wurde, die Beschlussfähigkeit ist gegeben. Es wurde gefragt, ob gegen die Tagesordnung oder gegen die Reihenfolge der Tagesordnungspunkte Einwände bestehen. Finnland erhebt Einspruch gegen den Tagesordnungspunkt 9, verbunden mit der Bitte  um Abstimmung den Tagesordnungspunkt zu streichen. Mit einer Stimmenenthaltung wurde auf Beschluss der Versammlung TO – Punkt 9 gestrichen.

  

Das im Juli verstorbene ehemalige Vorstandsmitglied und Vertreter des DCLH Georg Leipelt  wird mit einer Schweigeminute geehrt.

 

     02.   Berichte

       a.  des Präsidenten:

Klick hier für den Bericht.

 

       b.   des Schatzmeisters:

Die Jahresrechnung und die Bilanz wurden während der Generalversammlung verteilt.

Der Beitrag für 2010 wurde noch nicht von allen Mitgliedsvereinen bezahlt. Der Schatzmeister wird den Nichtzahlern eine Mahnung per Email zuschicken.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Beitrag an die Union aus einem Sockelbetrag von 50 € plus 0,20 € pro Mitglied besteht. Berechnungsgrundlage ist der Stand der Mitgliedszahl zum  01. Januar des laufenden Jahres.

Saldo zum 31.12.2010:  4938,91 €.

Der Schatzmeister hofft, dass die Union in den nächsten Jahren wieder eine Veranstaltung, wie zum Beispiel ein Richterseminar organisieren wird.

 

c.       des Sekretärs:

Der Auftrag der vorherigen Generalversammlung, eine Liste von gesicherten LPN1-Testresultaten zu erstellen, ist schwieriger als gedacht.

Auf dem Testbefund der Universität Minnesota ist vermerkt, dass die Besitzer, wenn sie es wünschen, eine Kopie des Befundes an die Leonberger Health Foundation zur Aufnahme in deren öffentliche LPN1-Datenbank einschicken können. Leider besteht diese Datenbank noch immer nicht.

Es ist unmöglich die  Uni Minnesota dazu zu bewegen, eine Kopie der Befunde zur Aufnahme in die Datenbank der Union zu übermitteln.

 

Bisher vermerkt die Uni Bern auf dem Befundformular nicht die Möglichkeit einer freiwilligen Datenübermittlung auch an die Union. 

Ein anderes Problem ist es, dass auf etlichen Befunden aus Minnesota vermerkt ist, dass die Identität des Hundes bei der Blut- oder Swababnahme nicht kontrolliert wurde oder nicht kontrolliert werden konnte, weil der Hund keine Tätowierung oder Chip hat.

Frage ist, ob man solche Befunde in die gesicherte, offizielle Liste der Union aufnehmen kann.

Wir wissen, dass Befunde von Augentests gefälscht werden, und dass Hunde auf Ausstellungen verwechselt wurden. Aus diesen Gründen müssen wir darauf bestehen, dass nur die Hunde in die Datenbank aufgenommen werden, deren Identität zweifelsfrei  kontrolliert und festgestellt werden.

 

Die Homepage wird gut besucht; regelmässig werden News, Clubschau-Ergebnisse und Gesundheits-News hinzugefügt.

 

d.     Bericht der Kassenprüfer:

Säde Crivelli (CH) und José-Maria Itturalde  Perez de Arenaza  (E) haben die Prüfung der Buchführung des vergangenen Vereinsjahres zum 31.12.2010 abgeschlossen, sowie die Buchungen des laufenden Jahres 2011 geprüft.

Die Prüfung ergab eine Übereinstimmung der Belege mit der sauber und ordnungsgemäß geführten Buchhaltung, wofür dem Kassier Peter Cejnek sehr herzlich gedankt wird.

Die Kassenprüfer beantragen die Genehmigung der Jahresrechnung und Erteilung der Entlastung an Vorstand und Kassier. Sie wird ohne Diskussion einstimmig erteilt.

 

    03.   Entlastung des Vorstandes:

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

 

    04    Haushalt  2011, Mitgliedsbeiträge 2011:

Die finanzielle Lage ist gut.

Der Mitgliedsbeitrag wird einstimmig beim Grundbetrag von 50,00 € zuzüglich 0,20 € pro Clubmitglied belassen.

 

    05    Berichte aus den Mitgliedsländern

Der österreichische Club nominierte wieder Herrn Thomas Walker als neuen 2. Delegierten.

Im Jahr 2012 wird eine große Clubschau organisiert im Zusammenhang mit der FCI Weltsieger-Ausstellung in Salzburg.

 

Der russische Club feierte sein 15 jähriges Bestehen. Sie danken dem finnischen Club für die schönen Preise, die für die Clubschau gestiftet wurden.

 Sie sind sehr froh, dass die russischen Leonberger in diesem Jubiläumsjahr dank der guten Arbeit führender Züchter auf internationalem Ausstellungen sehr gut abgeschnitten haben.

Der Geschichte des Leonbergers in Russland ist erst 20 Jahre alt.

Die Zucht ist auf Importe aus verschiedenen Ländern angewiesen. Ohne gute Importhunde würde es keine gute russische Zucht geben.

Der russische Club bedankt sich bei den Züchtern im Ausland.

Der Club bedankt sich auch bei den Richtern, die auf ihren Clubschauen amtiert haben.

Der Club bedankt sich auch für die Arbeit des Deutschen Clubs und der Internationalen Union samt ihrem Vorstand, im Besonderen dem Präsidenten.

 

Der dänische Club hat eine Züchterversammlung zum Thema LPN1 durchgeführt. Anita Treichler war zur dieser Versammlung eingeladen.

Der Club veröffentlicht jetzt eine Liste von LPN1-Testbefunden.Der Test ist in Dänemark aber keine offizielle Voraussetzung für die Zucht, und unglücklicherweise wurde auch dieses Jahr wieder mit nicht getesteten Hunden gezüchtet.

Heute sind 30 Testbefunde auf der Liste, es wurden noch 9 weitere Hunde getestet, aber die Besitzer dieser Hunde haben den Befund nicht an den dänischen Club oder an die Union übermittelt.

Es gibt dieses Jahr das Problem, dass mehrere Welpen in einem Wurf ernsthafte PN-Symptome zeigen, ein Teil dieser Welpen wurde LPN1 N/N getestet. Informationen über diesen Wurf wurden zur Kenntnisnahme nach Bern geschickt.

Der dänische Club hat seine eigene Zahnkarte, die von einem Veterinär ausgefüllt wird.

In Deutschland und in anderen Ländern wird diese Zahnkarte nicht akzeptiert.

Dänische Züchter, die einen ausländischen Deckrüden gebrauchen wollen haben oft ein Problem mit der Deckgenehmigung, weil der Status der Zähne auf unterschiedliche Weise beschrieben werden kann.

Der dänische Club fragt an, ob die Union eine in allen Mitgliedsländern anerkannte Zahnkarte ausarbeiten könne.

Der Präsident bemerkt hierzu, dass wir schon 2009 und 2010 über eine einheitliche Zahnkarte gesprochen haben, die von allen Mitgliedsländern akzeptiert wird. Als Beispiel wurde im Detail die „DCLH Zahnkarte“ vorgestellt, besprochen und als Beispielmuster empfohlen..

Es gab unterschiedliche Meinungen über das Mindestalter, ab dem eine Zahnkarte ausgefüllt werden könne. Wir haben und darauf geeinigt, dass die erste Eintragung im Alter von 8 Monaten erfolgt. .

Eine vom Tierarzt ausgefüllte Zahnkarte ist nicht erwünscht, wird auch in fast allen Ländern nicht akzeptiert. Es wird noch an einer Lebenserwartungsstudie gearbeitet.

 

Der schwedische Club hat über 800 Mitglieder.

Der Club fordert, Blutabnahmen (LPN1-Test) auch auf Clubschauen zu ermöglichen.

Der Club empfiehlt, nur mit getesteten Hunden zu züchten.

Leider werden nicht alle Testbefunde vom Besitzer an den Club oder die Union weitergeleitet.

 

Der finnische Club empfiehlt, nach dem LPN1-Vorschlag der Union zu züchten. Es werden gratis LPN1-Blutabnahmen auf Ausstellungen angeboten.

 

Die Rasse „Leonberger“ ist seit Juli 2010 in den U.S.A. vom AKC voll anerkannt. Seitdem hat unsere Rasse verschiedene Gruppenwettbewerbe gewonnen.

Der LCA ist - wie auch vorgesehen -  Parent-Club.

Der nächste Schritt ist, dass der LCA Mitglied im AKC wird, damit man dort mit einem Delegierten vertreten ist.

Wenn auch die Zusammenarbeit mit dem AKC viele neue Möglichkeiten für den LCA und seine Mitglieder geschaffen hat, sind die Möglichkeiten mit Einfluss auf  Zucht-  und Gesundheit unserer Rasse stark eingeschränkt.

Es wurden neue Zwinger, die nicht Mitglied im LCA sind, gegründet. Einige dieser Züchter unterstützen nicht die Werte des LCA in der Zucht.

Es wurde heftig über die Einführung des LPN1-Tests als Vorbedingung zur Zucht diskutiert.

2/3 der Züchter befürworteten eine Testverpflichtung.

Der Vorstand änderte daraufhin seinen Originalvorschlag und akzeptiert jetzt OFA „Clerar by Parentage“ für eine Generation.

 

In der Schweiz gibt es jetzt gesetzliche Regelungen für grosse Hunde.
Der LPN1-test ist Pflicht für Zuchthunde.

 

Der deutsche Club hat ein erfolgreiches Jahr vorzuweisen.

Es gibt 2500 Mitglieder in 12 Landesgruppen. Es werden 30 Spezialzuchtschauen und 10 Landesgruppenschauen pro Jahr organisiert. Die Jahreshauptversammlung des DCLH beschloss im April 2011, dass Leonberger mit dem Befund D/N nur noch mit Hunden, die N/N aufweisen, verpaart werden dürfen. Dieser Beschluss wurde mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt. Das bedeutet, dass der LPN1-Test Voraussetzung für die Zucht im DCLH ist. Dies gilt auch für Tiere, die bis zum April 2011 bereits eine Zuchttauglichkeitsprüfung erfolgreich bestanden hatten. Der Club unternimmt grosse Anstrengungen, das Zuchtgeschehen auf verschiedenen Ebenen sinnvoll zu regulieren. Einige Beispiele sollen benannt werden: HD C1 – Hunde wurden aus der Zucht genommen, Angebote an Schulungen für Neuzüchter- und Deckrüdenbesitzer, Körveranstaltungen und Nachzuchtbeurteilungen.Von September 2010 bis September 2011 wurden 545 Welpen geboren.

 

Im englischen Klub ist der LPN1-Test im Code of Ethics aufgenommen.

Es wird ein Gesundheitsseminar über Osteosarcome und Addison’s Disease beim Leonberger abgehalten.

Es sind mehrere DVD’s von vergangenen Gesundheitsseminaren beim Klub verfügbar.

Der Leonberger ist jetzt seit 10 Jahren vom Kennel Club voll anerkannt.

Die 10. Championclubschau findet am 13. November statt.

Ab 1.1.2012 wir die Einreise mit Hund nach England unkomplizierter und viel einfacher.

Es wird noch viel an Wasserarbeit und Karting gearbeitet.

 

Der belgische Klub hat festgestellt, dass auf großen Ausstellungen, wie der World Dog Show, immer mehr Haare geschnitten und das Fell geföhnt wird, wodurch man die natürliche Form des Hundes nicht mehr erkennt. Der Präsident der Union sagt hierzu folgendes; auf unseren Spezialausstellungen sehen wir nicht gerne deutlich zurechtgeschnittene und voll aufgeföhnte Hunde. Naturbelassen (gegen Schnittkorrekturen z.B. an den Pfoten- und/oder Ohrbehaarung ist grösstenteils nichts einzuwenden) und gepflegt sollen unsere Leonberger im Ring vorgestellt werden. Dies ist leider nicht immer der Fall, im besonderen was den Pflegezustand betrifft. Anders sieht das auf CACIB Schauen aus. Im Gruppen- oder Best in Show Wettbewerb haben Naturbelassene möglicherweise nicht die besseren Chancen. Bei allem für und wieder dürfen wir nicht vergessen, dass  häufige Platzierungen im Ehrenring den  Stellenwert unserer Rasse auch in der internationalen Anerkennung deutlich anhebt.

 

Es wurde auch festgestellt, dass ab und zu Zahnkarten unterschrieben werden, ohne die Zähne zu kontrollieren.

 

Der kanadische Club hat einen Bericht geschickt, der von Metha Stramer verlesen wird.

Der LPN1 Test wird mit Nachdruck empfohlen.

Am 22. Februar fand ein Leonbergertag statt.

 

Der neuseeländische Klub hat auch einen Bericht verfasst, der von Metha Stramer vorgelesen wird. Guido Perosino wird dieses Jahr eine Championshipclubschau richten.

Zuchthunde werden auf LPN1 getestet.

 

Der spanische Klub feiert nächstes Jahr sein 20 jähriges Bestehen.
Alle sind zu diesem Event herzlich eingeladen.

 

Der französische Klub lädt ganz herzlich zur Clubschau in Cluny ein.

Um französischer Champion zu werden, muss ein Hund einen Wesenstest, der in Frankreich Teil des TAN ist, bestanden haben.

Für ausländische Hunde ist es schwierig, französischer Champion zu werden, weil der TAN nur ein paar Mal pro Jahr durchgeführt wird.

Der Klub fragt an, ob wenn nötig, andere Mitgliederklubs der Union eine Bestätigung ausstellen können, dass ein Hund im eigenen Land einen Wesenstest, z.B. als Teil einer Zuchttauglichkeitsprüfung, bestanden hat.

Bei Abstimmung wird festgestellt, dass 13 Mitglieder so eine Bestätigung ausstellen können und auch wollen. Drei Mitgliedsländer enthalten sich der Stimme, weil sie entweder keine ZTP durchführen, keinen Wesenstest haben, oder weil es mehrere Klubs im Land gibt und man keine Bestätigung für ein Mitglied eines anderen Klubs im selben Land abgeben könne.

Der französische Klub hat auch Probleme mit der Platzierung geföhnter Hunde.

 

In Tschechien geht alles nach Wunsch.

 

In Holland wird wieder eine Gesundheitsumfrage gehalten.
Zuchthunde von Züchter im Club werden auf LPN1 getestet.
Allen werden ganz herzlich zum Teilnahme am Clubschau am 3 Juni 2012 eingeladen.

 

Irland hat dieses Jahr die Vollmitgliedschaft beantragt.
Es gibt etwa 120 Leonberger in Irland, der Klub hat 20 Mitglieder.

Man versucht, die Rasse zu promoten. Irische Richter platzieren die Leonberger nicht im Ehrenring.

 

     06. Vollmitgliedschaft „Irland“. Abstimmung/Aufnahme.

Der Präsident prüfte die vom Irischen Club geschickten Unterlagen. Die Satzung und der Code of Ethics stimmen mit dem Auftrag der Union überein. Die Aufnahme als Vollmitglied in der Union wird empfohlen, die Versammlung stimmt einstimmig zu.

 

     07. Zuchtprobleme in der Union.

Es gibt keine Wortmeldungen.

 

     08.  Polyneuropathietest.

Es wird jetzt seit über einem Jahr getestet.

Von den Universitäten Bern und Minnesota wurde ein aktuelles „Update“ gemacht, das vor der Versammlung an die Mitglieder versendet wurde.
Klick hier für den Bericht von Bern.

Testbefunde werden in verschiedenen Datenbanken veröffentlicht..

Es wird betont, dass man die Besitzer bitten muss, zumindest ein Kopie vom Testbefund an die I.LU. zur Veröffentlichung auf der Unionshomepage zu übersenden.

Es würde einfacher sein, wenn Bern und Minnesota auf dem Befund vermerken würden, dass die Besitzer eine Kopie zur Veröffentlichung an die I.L.U. übersenden können.

Anita wird dafür sorgen, dass dies in Zukunft auf entsprechenden Formular aus Bern vermerkt wird.  

Es scheint, dass Minnesota nur die Adresse der LCA Health Foundation und des OFA auf den Befunden vermerken will. Leider besteht die LCA Health Foundation Datenbank noch immer nicht.

Es wurde festgestellt, dass regelmässig auf Befunden vermerkt wurde, dass der Hund keine Identifikation hat, oder dass Chip- oder Tätowierungsnummer nicht von einem Veterinär geprüft wurde.

 

 

Da die Unionsbefundliste nur gesicherte Daten erfasst, wird vorgeschlagen, Befunde von Hunden deren Identität nicht festgestellt wurde, aus der Unionsbefundliste zu entfernen.

 

Darüber wurde abgestimmt. 15 Mitglieder sind für die Entfernung, ein Mitglied enthält sich der Stimme.

Wilma Kroon bemerkt, dass sie Privat eine Liste von Befunden nicht identifizierter Hunde veröffentlichen wird.

Es wird in mehreren Länder über die Idee von „clear by parentage“ diskutiert (man denkt, dass, wenn beide Eltern N/N sind können die Wepen nur N/N sein, deshalb müsste nicht getestet werden).

Das „clear by parentage“ kann in den USA beim OFA angewandt werden, aber nur dann, wenn durch DNA-Test festgestellt wird, dass die registrierten beziehungsweise angegebenen Eltern auch die tatsächlichen Eltern sind.

Das ist deutlich mehr Aufwand und kostet mehr als ein LPN1 Test des Hundes selbst.

In der I.L.U. wird „clear by parentage“ nicht akzeptiert, jeder Hund, mit dem gezüchtet wird, muss selbst getestet sein.

Es gab in England einen Hund der N/N getestet war aber alle Symptome von LPN1 zeigte. Es hat sich im nachhinein herausgestellt, dass der Hund mit einer bei Kaninchen vorkommenden Erkrankung infiziert wurde, deren Verlauf der Polyneuropathie ähnlich ist.

 

Der russische Klub bemerkt, dass Polyneuropathie auch bei etlichen anderen Rassen vorkommt. Die Benennung der Erkrankung „Leonberger Polyneuropathie (LPN)“ täuscht vor, dass diese Erkrankung ausschliesslich beim Leonberger auftritt. Dadurch entsteht ein negatives Image für unsere Rasse.  Zu diesem Thema wurde bereits anlässlich der Generalversammlung 2009/2010 vom Vorstand der Union folgendes bemerkt: Wir können weder die Benennung ändern, noch irgendeinen Einfuss auf die Namensgebung ausüben, da dies ausschliesslich der kynologischen Wissenschaft vorbehalten ist.   

 

 

09.   Punkt 9

Auf Antrag und Abstimmung (Finnland) wurde der Tagesordnungspunkt gestrichen.

 

10.   Bericht und Diskussion zum Thema „Internationale Fruchtbarkeitsstudie“.

        Der Bericht wurde den Mitgliedern vor der Versammlung zugeschickt. Klick hier für den Bericht (in English).

        Im Ergebnis dieser Studie  wurde festgestellt, dass die zu beantwortenden  Fragen im einzelnen zu Komplex waren, teilweise gar nicht zu beantworten waren. Vor der nächsten Befragung wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die einen Fragebogen mit nicht mehr als 10 einfachen, leicht zu beantwortenden Fragen zusammenstellt.

 

11.   Verschiedenes

        Der Leonberger Club Italien bittet folgendes bekannt zu geben; Der „Millenium Award“ des italienischen Clubs wird im Jahr 2012 an Herrn Denis Vernon aus Frankreich verliehen.

       

In Verbindung mit der Europasieger Schau in Dortmund wird im Jahr  2012. ein „English Breed Festival“ angegliedert. Hier werden  mit  besonderem Augenmerk englische Rassen vorgestellt, die von englischen Richtern beurteilt werden.

        Im Gegenzug wird im kommenden Jahr ein „British and German Breed Festival“ in Birmingham stattfinden. Unser Präsident ist dort zum Richten der Leonberger eingeladen.

 

        Der Unions-Preis für den „Best in Show“ und „Bester Veteran“ werden 2012 zum 20. jährigen Jubiläum dem spanischen Klub zuerkannt.

 

Frau Wolf fragt, ob die Union auch Preise für eine Clubschau zur Verfügung stellen könnte die in Zusammenhang mit einer World Dog Show stattfindet. Der Vorstand der Union wird dies  prüfen.

       

 

     12. Schlusswort.

Der  Präsident dankt allen Anwesenden für ihre Teilnahme und für ihre positiven Beiträge. Es wurde tüchtig diskutiert.

Schluss der Sitzung 14.15 Uhr

 

Leonberg, 24. September 2011 

 

Willi Güllix                                       

            Präsident, I.L.U.                              

        Versammlungsleiter